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Fahrtechnik: Steinfelder
Rund und mit Moos bewachsen - hier rutscht 
 man bei feuchtem Wetter schnell mal seitlich weg
Fahrtechnik
Steinfelder
Wenn du stürzt, dann fällst du hart!
Was also ist so reizvoll daran, mit dem Bike über einen mahlzahnähnlichen Pistenabschnitt zu brettern?

Weil das Bike es kann! Und weil es ein ordentliches Plus an Selbstbewusstsein liefert! Wenn ihr das Steinfeld rockt, dann kann euch auf normaler Strecke kaum noch etwas schocken.

Dabei ist das Fahren über Steinfelder mit Fullies kaum ein Problem. Hier kommen unsere Tipps für eure erste Fahrt durch den Rock Garden:

Steinfelder sehen unterschiedlich aus, in Bikeparks sind es meist künstlich angelegte Streckenabschnitte. Eingebuddelte Felsplatten, die fast wie zerbrochene und eingesackte Treppenstufen wirken (wie z.B. im Bikepark Winterberg). Ohne steile Vorderkanten und seitliche Flanken fährt man hier lediglich über eine Ansammlung von flachen Plateaus. Steinfelder mit diesem Charakter eignen sich perfekt für den Einstieg.
Anders sieht es aus, wenn Steine und Felsplatten wie gewürfelt im Boden liegen. Selbst kokossnussgroße Exemplare können - halb eingebuddelt - den Reifen schon einen kräftigen Impuls nach oben oder zur Seite geben. Schräg verlaufende Steinkanten, aufragende Spitzen und Flanken, sowie reifenbreite Spalten zwischen zwei Felsen machen die Fahrt durch Steinfelder extrem anspruchsvoll.

Im freien Terrain führt ein Trail gelegentlich über flache und stark verblockte Steinfelder, z.B. durch Barrancos oder einen Felsabbruch, hier muss man ab und zu in die Pedale treten, um Hindernisse zu überwinden. Dabei immer auf die Bodenfreiheit achten und nur halbe Umdrehungen treten.
Dieses Steinfeld sieht nur auf den ersten Blick bedrohlich 
 aus. Hier kommt man locker runter - rechts über längere 
 Stufen, links über flache Absätze. Im Video seht ihr wie 
 man's macht...
Zur Vorbereitung auf eure erste Fahrt durchs Steinfeld könnt ihr euch eine kleine Treppe mit flachen Stufen suchen. Hier ist alles wie im Laborversuch berechenbar: Länge, Stufenabstand und der Neigungswinkel. Jede Stufe verpasst dem Vorder- und Hinterrad einen Impuls, den ihr zusätzlich zur Dämpfung des Bikes mit Armen und Beinen abfangen müsst. Genau wie später im Steinfeld fahrt ihr die Stufen in Grundposition an, bereit zum Abfedern der Schläge. Steigert die Geschwindigkeit: erst langsam, dann etwas schneller.

Jetzt geht's zum Steinfeld. Lauft die Strecke erst einmal ab, um euch einen Überblick zu verschaffen: wo liegt die beste Linie, gibt es einen seitlichen Ausstieg, kann man zwischendurch bremsen? Beobachtet erst einmal andere Fahrer, wenn ihr euch nicht sicher seid.
Wählt für die erste Fahrt durch die Rockies eine Linie, die man langsam durchrollen kann. Fahrt auf jeden Fall gerade und nicht zu schnell auf das Steinfeld zu, locker und zentral auf dem Bike sitzend und bereit die Schläge abzufedern. Die Pedale werden parallel zum Boden gehalten.

Euer Blick klebt nicht am Vorderrad, sondern schaut auf der gedachten Linie voraus. Finger weg von der Vorderradbremse! Wichtig ist mit dem Vorderrad an jedem Absatz den Kontakt zum Boden zu halten, drückt das Rad dabei aktiv nach unten. So kann man jederzeit blitzschnell reagieren und den Fahrtweg ändern. Längsspalten meiden, lieber über eine Kante rollen, als einen Reifen zwischen zwei engen Steinflanken einzuklemmen.
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Geschwindigkeit bringt Stabilität - das gilt auch bei Steinfeldern. Je schneller man über die Absätze brettert, desto kürzer ist der Kontakt mit den Felsen. Die Räder haben dann nicht permanent Bodenkontakt, sondern setzen nur oben auf den Steinen auf. Die schnelle Rotation der Reifen sorgt für Stabilität, so können auch seitliche Schläge das Bike nur schwer vom Kurs abbringen. Wichtig ist weiterhin die Linienwahl, denn bei hoher Geschwindigkeit werden Kurskorrekturen schwierig. Ein zu hohes Hindernis von vorne kann die Federung durchschlagen lassen und den Biker damit aus der Bahn werfen.

Aber auch zu zögerliches Vorgehen ist risikoreich. Bei den Videoaufnahmen am Steinfeld in Winterberg sind nur zwei Biker gescheitert, die zu vorsichtig an die Sache rangingen. Falsches Bremsen, zuviel Gewichtsverlagerung nach vorne und Absetzen der Füße war der Grund fürs Straucheln.
Wer das Steinfeld wie seine Westentasche kennt, kann auch zum Sprung ansetzen. Gebaute Steinfelder in Parks bieten oft am Anfang eine kleine Rampe, über die sich die rockige Section locker überspringen lässt. Hier fliegt das Risiko mit, denn zu kurze Sätze werden mit einer ruppigen Landung auf unsanftem Untergrund bestraft.

Wir haben uns für euch an den Rand gestellt und die Kamera laufen lassen. In den Zeitlupen seht ihr genau, wie man das Bike kontrolliert durchs Steinfeld dirigiert.
21.11.2012 © Jojo/FULLFACE, Lukas Pampus
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1 Kommentar
Gast
23.09.2014 19:39
Sehr hilfreich und gut erklärt :)

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