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Filmen & Fotografieren: Actionshots selbstgemacht - Teil 1: Selbstauslöser
Eine tiefe Position der Kamera lässt bei der Vorbeifahrt dynamische Fotos entstehen. Serienbilder erhöhen die Ausbeute.
Filmen und Fotografieren
Actionshots selbstgemacht -
Teil 1: Selbstauslöser
So nutzt man die Selbstauslöser-Funktion einer Fotokamera, um sich beim
Mountainbiken selbst abzulichten
Gerade keine Freunde am Start und trotzdem Fotos vom Biken schießen? Wie man sich erfolgreich selbst ablichten kann, zeigen wir euch in der mehrteiligen Serie 'Actionshots selbstgemacht'. Im ersten Teil geht es um die einfachste Möglichkeit: Fotografieren mit Selbstauslöser.

Zugegeben... diese Variante ist relativ sportlich, dafür aber mit wenig Aufwand zu realisieren. Zubehör wird nicht benötigt, denn so gut wie jede Fotokamera verfügt über eine Selbstauslöser-Funktion. Welche Ergebnisse sich damit erzielen lassen, hängt von den Einstellmöglichkeiten der Kamera ab.
Perfekt sind Kameras mit langer Selbstauslöser-Vorlaufzeit (mindestens 10 Sekunden Timer) und Reihenaufnahmen (drei oder mehr Fotos beim Auslösen über den Selbstauslöser). Schwierig wird es bei kurzem Zeitintervall zwischen Drücken des Auslösers und der Aufnahme. Wenn die Kamera nur Einzelbildaufnahmen bietet, dann kommt es zusätzlich auf das exakte Timing an.

Das Prinzip ist einfach: Eine passende Location für die Aufnahme suchen, Kamera auf einem Stativ ausrichten, auslösen, zum Bike spurten, antreten und genau zum Zeitpunkt der Aufnahme im Bildausschnitt vorbeirauschen.
Die Fotos links oben sind zu früh und zu spät geschossen. Reihenaufnahmen (z.B. 10 Bilder) erhöhen die Trefferquote. Diese Fotos entstanden mit nur 15 Metern Anlauf. Schärfepunkt manuell eingestellt, aufgenommen mit 8mm Objektiv, zusätzlich angeblitzt.
Die Fotos links oben sind zu früh und zu spät geschossen. Reihenaufnahmen (z.B. 10 Bilder) erhöhen die Trefferquote. Diese Fotos entstanden mit nur 15 Metern Anlauf.
Schärfepunkt manuell eingestellt, aufgenommen mit 8mm Objektiv, zusätzlich angeblitzt.
Je länger die Zeit zwischen Drücken des Auslösers und der Aufnahme, desto besser kann man sich in Position bringen. Nimmt die Kamera zusätzlich Reihenaufnahmen (Serienbilder) auf, erhöht sich die Chance auf eine gute Ausbeute.

Ideal für Sportaufnahmen ist eine digitale Spiegelreflexkamera (SLR). Viele Einstellmöglichkeiten, Wechselobjektive und optionales Zubehör bieten Flexibilität für alle Aufnahmesituationen. Es muss dabei keine High End Version für Profis sein, Kameras (Body + Objektiv) für den Consumer-Bereich liegen preislich zwischen 350,- und 700,- EUR.

Wir haben für die Aufnahmen eine digitale Spiegelreflexkamera von Canon (EOS 500D) verwendet. Bei diesem Modell kann man einen 10-Sekunden-Selbstauslöser einstellen, der nach dieser Zeit bis zu 10 Aufnahmen in Serie schießt. Bei ca. 3,4 Aufnahmen pro Sekunde hat man also ein Zeitfenster von ca. 3 Sekunden, um den Bildausschnitt nach Ablauf des Timers zu passieren. Kameras anderer Hersteller aus diesem Preisbereich bieten ähnliche Optionen.
Entscheidend für den Erfolg ist die Wahl des Aufnahmeortes. Selbst mit einer langen Countdown-Zeit von 10 Sekunden sind dem Aktionsradius Grenzen gesetzt. Innerhalb dieser Zeit muss sowohl der Sprint zum Bike, als auch die Beschleunigung erfolgen, um sich genau zum richtigen Zeitpunkt - und natürlich auch entsprechend dynamisch - durch den geplanten Bildausschnitt zu bewegen.

Das funktioniert am besten bei abschüssigem Gelände, da das Bike hier wesentlich schneller beschleunigt werden kann. Ein kurzer 10-Meter-Spurt bergauf, aufspringen auf das in Fahrtrichtung aufgestellte Bike (z.B. angelehnt an einen Baum) und ein kräftiger Antritt reichen aus, um wenige Augenblicke später mit Speed und in Kurvenlage an der Kamera vorbei zu jagen.

Diese Situation lässt sich am besten mit einem Weitwinkelobjektiv (geringe Brennweite) einfangen. Der Fokus wird vorher manuell auf die Position eingestellt, an der die Vorbeifahrt erfolgt.
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Bei Fahrten von der Kamera weg oder auf die Kamera zu rücken Trail und Landschaft in den Mittelpunkt. Zuerst Bildausschnitt definierten und sich dann selbst am richtigen Fleck ablichten.
Bei Fahrten von der Kamera weg oder auf die Kamera zu rücken Trail und Landschaft in den Mittelpunkt.
Zuerst Bildausschnitt definierten und sich dann selbst am richtigen Fleck ablichten.
Tief am Boden positioniert sind so dynamische Fotos möglich, die eigentlich nichts über die Art der Entstehung verraten. Das Bike lässt sich dabei formatfüllend einfangen - wenn das Timing stimmt. In der Praxis sind dafür allerdings viele Versuche erforderlich (wie für die Aufnahme im Schnee).

Einfacher wird es mit dem Timing, wenn nicht nur die Action im Mittelpunkt stehen soll. Wer sich auf einem landschaftlich reizvollen Abschnitt eines Trails fotografieren möchte, schafft dies am besten mit der Fahrt von der Kamera weg (oder auf die Kamera zu). Sowohl bergauf als auch bergab bleibt dann nach dem Auslösen genug Zeit, um selbst ein Teil des Bildes zu werden. Die Aufnahme erfolgt dabei am besten mit einem Weitwinkelobjektiv, so dass ein großer Ausschnitt der Landschaft zu sehen ist.
Wo genau man später auf dem Bild zu sehen sein wird (z.B. 20-30 Meter bergab oder 10 Meter weiter bergauf), kann man im ersten Durchlauf testen und danach Bildausschnitt und Kameraeinstellungen korrigieren. Tipp: die Bildmitte nicht unbedingt nach der späteren Position des Bikes ausrichten, Landschaftsbilder mit Sportlern wirken oft besser, wenn die 'Action' asymmetrisch im Bild platziert wird.

Auch mit einem Teleobjektiv (große Brennweite über 100mm) lassen sich per Selbstauslöser bestimmte Fotos realisieren. Vorraussetzung: es geht bergab und man hat vom Startpunkt aus Einblick in eine interessante Passage, z.B. einen tiefer liegenden Anlieger oder einen Sprung.
Mit einem Teleobjektiv (hier 400mm Brennweite) den Fokus manuell auf den Absprung setzen. Nach ein paar Testruns sitzt das Timing, um den Absprung genau beim Auslösen zu erwischen (Serienaufnahmen erhöhen die Trefferquote deutlich).
Mit einem Teleobjektiv (hier 400mm Brennweite) den Fokus manuell auf den Absprung setzen. Nach ein paar Testruns sitzt das Timing, um den Absprung
genau beim Auslösen zu erwischen (Serienaufnahmen erhöhen die Trefferquote deutlich).
Entsprechend lässt sich die Action nur von hinten oder leicht seitlich ablichten, was bei reduzierter Tiefenschärfe aber trotzdem interessante Bilder entstehen lässt. Eine genaue Einstellung der Bildschärfe auf den Punkt der Aufnahme und insbesondere das Timing sind dabei die Knackpunkte. Jetzt erstmal ab aufs Bike und ausprobieren! Fragen oder eigene Tipps könnt ihr weiter unten in den Kommentaren posten.

Komfortabler und deutlich effektiver wird das Schießen von Selbstportraits beim Mountainbiken mit technischen Hilfsmittel, die wir euch nacheinander in den nächsten Updates vorstellen.
25.07.2012 © Jojo/FULLFACE
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1 Kommentar
Gast
18.02.2013 07:34
Danke für diesen Bericht, als kleine Ergänzung kann ich den Blitzfernauslöser Yongnuo RF-602 (für Nikon und Canon erhältlich) empfehlen. Diesen kann man auch so anschließen, dass er als drahtloser Fernauslöser für die Kamera fungiert. Damit ist das Auslösen des Selbstauslösers bis 100m etwas entspannter möglich. :) LG MIK

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