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Filmen & Fotografieren: Actionshots selbstgemacht - Teil 11: 4K-Framegrabs
Framegrab aus einem 4K-Video, das Bild ist im Original 3840 × 2160 Pixel groß
Filmen und Fotografieren
Actionshots selbstgemacht - Teil 11: 4K-Framegrabs
Hochauflösende Einzelbilder aus 4K-Videos
Hier zeigen wir, wie ihr euch selbst beim Mountainbiken ablichten könnt und dabei genau den richtigen Moment auf dem Foto festhaltet. Das Stichwort lautet 4K.

Dieses hochauflösende Videoformat revolutioniert nicht nur das Videofilmen, sondern bietet auch die einfachste Möglichkeit, um ohne großen Aufwand an richtig gute Mountainbike-Fotos zu gelangen. Ohne fremde Hilfe versteht sich, denn in diesem Tutorial geht es im Actionshot-Selbstportraits.
Schon vor rund drei Jahren haben wir eine ganze Reihe von Möglichkeiten getestet, wie man die eigene Action als One-Man-Show festhalten kann.

Dabei haben wir auch die Möglichkeit beschrieben, einzelne Frames aus einem Video zu entnehmen, um so genau den besten Moment als Foto zu erhalten (siehe Actionshots selbstgemacht - Teil 8: Framegrabs). Der Nachteil damals: die geringe Auflösung, aus HD- oder Full-HD-Aufnahmen erstellte Fotos liefern nur eine geringe bis mittlere Qualität.
Aus 25 Bildern pro Sekunde kann man den perfekten Shot auswählen
Inzwischen hat die Kameratechnik einen großen Schritt nach vorne gemacht und viele Foto- und Videokameramodelle können Videos im 4K-Modus aufzeichnen. Dabei wird das Videobild in einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixel gespeichert, das ist doppelt so groß wie Full-HD. Das Standbild ist dabei über 8 Megapixel groß, absolut ausreichend selbst für Fotoabzüge in hoher Qualität.

Das Prinzip ist einfach: Kamera aufstellen und Videoaufnahme starten, an der Kamera vorbeifahren, danach die Aufnahme wieder stoppen. Später kann man mit der Videobearbeitungssoftware genau den passenden Frame aus dem 4K-Video ausschneiden und als Standbild speichern.
Diese Methode ist deshalb perfekt, weil bei der Videoaufnahmen 25 Bilder pro Sekunde (PAL-Modus) aufgenommen werden (30 Bilder/Sekunde im NTSC-Modus). Damit erwischt man immer den besten Moment eines Sprungs, die dynamischste Position bei einer Kurvenfahrt oder den extremsten Moment jedes anderen Tricks. Zu früh oder zu spät Auslösen war gestern, denn auch davor und danach sind alle Bilder im Kasten.

Die Kameras einiger Hersteller (z.B. Panasonic) verfügen über eine spezielle 4K-Fotofunktion, die die 4K-Videoaufnahme automatisch für die späterer Fotoausgabe optimiert. Auch das gewünschte Standbild kann damit direkt in der Kamera als Foto gespeichert werden.
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Kamera aufstellen, REC drücken, Bike hochschieben, springen und dann die 
 Aufnahme stoppen. Nach 5 Runs ist mit Sicherheit ein guter Shot im Kasten.
Actioncams mit 4K-Videomodus sind für dieser Art der Fotoaufnahmen nur bei viel Licht geeignet, da man keinen Einfluss auf die Belichtungszeit nehmen kann.

Damit man mit dieser Methode an gute Bilder kommt, solltet ihr zwei Dinge beachten:

(1) Das richtige Aufnahmeposition suchen und den Autofokus abschalten. Die Kamera soll genau auf den Punkt manuell scharfgestellt sein, an dem ihr später den Frame aus dem Video nehmen wollt (z.B. den höchsten Punkt eines Jumps).

(2) Eine möglichst kurze Belichtungszeit wählen, damit die Bewegung scharf eingefroren wird. Dazu könnt ihr im S-Modus (Zeitpriorität bzw. Blendenautomatik) mindestens 1/800s oder besser noch kürzer (1/1200s) auswählen, oder im A-Modus (Blendenpriorität bzw. Zeitautomatik) die kleinste Blendenzahl wählen (z.B. f/2.8).

Gerade bei dunkler Umgebung, zum Beispiel im Wald, muss der ISO Wert (Lichtempfindlichkeit des Sensors) erhöht werden (z.B. 800 oder höher).
Testet dabei aus, ab welchem ISO-Wert der Sensor eurer Kamera anfängt zu rauschen. Das Bildrauschen verschlechtert die Qualität der Aufnahme.

Teure Kameras mit Vollformatsensor und lichtstarkem Objektiv liefern in dunkler Umgebung die besten Ergebnisse. Aber auch mit jeder anderen 4K-fähigen Kamera mit manueller Einstellmöglichkeit sind gute Aufnahmen möglich, wenn man im offenen Gelände oder bei einer Lichtung filmt.

Vermeidet es mit der Kamera im Automatik- oder P-Modus zu filmen. Damit habt ihr keinen Einfluss auf die Belichtungszeit. Diese sollte immer so kurz sein wie möglich.

Zum Aufstellen der Kamera ist ein Stativ hilfreich. 4K-Videos benötigen wegen der hohen Datenrate viel Speicherplatz. Mit einer großen Speicherkarte (32GB o. 64 GB) könnt ihr länger filmen. Falls vorhanden: zweite Speicherkarte und Ersatzakku einpacken. Dann kann das Shooting starten, die Bildauswahl erfolgt später am Rechner.
Kamerposition und Blickwinkel variieren, so kann man relativ schnell 
 verschiedene Shots sammeln - ganz ohne fremde Hilfe
Wer jetzt denkt, dass man mit dieser Methode zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt - also gleichzeitig Fotos und Videos produzieren kann - den müssen wir leider enttäuschen. Die für das Foto 'gefilmten' Videoaufnahmen sind für die Weiterverwendung als Video nur eingeschränkt zu gebrauchen.

Die schnelle Verschlusszeit erzeugt einen starken Stroboskop-Effekt (25 gestochen scharfe Bilder pro Sekunde), der beim Abspielen als Video stark störend wirkt. Das kann man auch auf unserem Demovideo erkennen.
Normale Videos werden in der Regel mit 1/50s bis 1/180s gefilmt, um Bewegungen weich und fließend festzuhalten. Ein Standbild mit einem Biker in Bewegung ist bei diesen Einstellungen entsprechend stark verwischt.

Deshalb muss man sich entscheiden, ob man für Fotos filmt, oder richtige Filmaufnahmen für ein Videoprojekt machen möchte.

Alle Bilder auf dieser Seite sind verkleinerte Einzelbilder aus 4K-Videos. Ein Demo-Framegrab in Originalgröße könnt ihr unten downloaden.
Download: unbearbeitetes 4K-Einzelbild (3840 x 2160 Pixel)
12.08.2015 © Jojo/FULLFACE
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