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Filmen & Fotografieren: Actionshots selbstgemacht - Teil 3: Funk-Fernauslöser
Lenken und auslösen - mit ein wenig Übung lässt sich der
Auslöser genau im richtigen Moment drücken
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Actionshots selbstgemacht - Teil 3: Funk-Fernauslöser
Remote Control ist das Stichwort, so lässt sich eine Kamera vom Bike aus während der Vorbeifahrt auslösen
Im dritten Teil unseres 'Actionshots selbstgemacht' Tutorials zeigen wir euch, wie ihr die Kamera während der Fahrt vom Bike aus auslösen könnt - ein Knopfdruck am Lenker reicht aus. Hört sich simpel an, ist es im Prinzip auch.

Alles was benötigt wird ist der zur Cam passende Funk-Fernauslöser. Für die Aufnahmen haben wir den Phottix/Delamax Cleon I benutzt, das Teil gibt es für um die 30 Euro jeweils in Versionen für Canon, Nikon, Sony, Minolta, Olympus, Pentax oder Panasonic. Für die Befestigung der Fernbedienung am Lenker eignet sich Gewebe-Klebeband, fürs Aufstellen der Kamera wird noch ein Stativ benötigt.
Schon kann es losgehen. Passende Location suchen und die Kamera auf den gewünschten Bildausschnitt ausrichten. Fokus manuell einstellen. Der Empfänger wird in den Blitzschuh der Kamera gesteckt und der Verbindungsstecker in die Buchse für den Fernauslöser gestöpselt.

Wer den eingebauten Blitz der Kamera ausklappen oder einen externen Blitz verwenden möchte, kann den Empfänger auch aus dem Blitzschuh entfernen, da dieser die dort liegenden Kontakte nicht verwendet. Der Receiver kann stattdessen z.B. mit Tape an Stativ, Kamera oder Blitz befestigt werden.
Aufnahmen mit 8mm Weitwinkel-Objektiv. Der Fokus wird manuell auf die Mitte der Flugbahn gelegt, ca. 2m Entfernung. Ohne Blitz muss eine hohe ISO-Empfindlichkeit eingestellt werden, damit die Verschlusszeit kurz bleibt.
Oben: Auslöser mit Knopf nach vorne montiert
Unten: Knopf hinten - auslösen per Daumen
Aufnahmen mit 8mm Weitwinkel-Objektiv. Der Fokus wird manuell auf die Mitte der Flugbahn gelegt, ca. 2m Entfernung.
Ohne Blitz muss eine hohe ISO-Empfindlichkeit eingestellt werden, damit die Verschlusszeit kurz bleibt.
Die Fernbedienung hat die Größe eines Feuerzeugs und lässt sich leicht mit zwei Streifen Klebeband am Griff des Lenkers befestigen. Das Signal zum Auslösen wird bei Knopfdruck über eine Teleskop-Antenne zum Empfänger übertragen.

Wenn die Kamera Reihenaufnahmen zulässt, dann werden solange Bilder geschossen, wie man den Knopf der Fernbedienung gedrückt hält. Das zahlt sich besonders dann aus, wenn man sich gleichzeitig auf Sprung, Anlieger oder das Steuern durch anspruchsvolles Terrain konzentrieren muss.

Denn genau dort liegt der Knackpunkt: neben dem Lenken und Bremsen muss ein Finger zum Drücken des Auslösers abkommandiert werden. Bei einfacher Vorbeifahrt an der Kamera kein Problem, aber sobald die Action wilder wird, ist Multitasking gefragt.

Wer wegen voller Konzentration aufs punktgenaue Auslösen beim Drop falsch am Lenker zieht oder einen satten Verbremser hinlegt, kann schnell gute Pics vom eigenen Crash sammeln.
Dauerdruck schafft Abhilfe: der permanente Druck auf den Auslöser - schon vor dem Absprung oder dem Anlieger - produziert eine Bilderserie, die bei mehrfachen Versuchen sicher immer ein paar gute Shots abwirft.

Bei der Montage am Lenker funktionieren viele Varianten: Knopf nach vorne für Betätigung mit Zeige- oder Mittelfinger, oder Knopf nach hinten für den Druck per Daumen. Alles fühlt sich zunächst gewöhnungsbedürftig an.

Unser Tipp für maximale Kontrolle: Auslöser auf die linke Lenkerseite (bzw. die Seite, wo ihr eure Vorderradbremse montiert habt). Den Auslöser leicht nach unten gedreht montieren, so dass der Zeigefinger entspannt auf dem Trigger liegt. Der Lenker lässt sich sicher halten, auf die Vorderradbremse wird für den Moment der Vorbeifahrt an der Kamera verzichtet (im Notfall kann man mit dem Zeigefinger blitzschnell umgreifen). Die rechte Hand kontrolliert dabei wie gewohnt Lenker und Hinterradbremse.
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Bild rechts unten: Absprung versaut - Bike-Kontrolle und gleichzeitiges Auslösen ist besonders bei Sprüngen fehleranfällig
Bild rechts unten: Absprung versaut - Bike-Kontrolle und gleichzeitiges Auslösen ist besonders bei Sprüngen fehleranfällig
Das empfindlichste Teil des Senders ist die ausgefahrene Teleskop-Antenne. Hier reicht ja nach Montage schon ein unachtsames Ablegen des Bikes auf den Boden oder ein über den Lenker gehängter Helm, um diese abzuknicken. Bei kurzem Abstand zwischen Sender und Empfänger muss die Antenne nur minimal ausgefahren werden, das schützt vor Beschädigungen.

Die angegebene Reichweite des Senders (beim Cleon I sollen es 100 Meter sein), reduziert sich im Wald deutlich - ab einer Distanz von 30 Metern gab es Probleme, das Signal zum Auslösen kam beim Empfänger nicht mehr an. Dies dürfte aber selten zum Problem werden, denn weiter entfernt vom Sender wird die Kamera selbst bei landschaftsorientierten Aufnahmen sicher selten stehen.
Man muss den Auslöser nicht zwangsläufig am Bike montieren: in Verbindung mit Selbstauslöser und Serienbildaufnahme kann man den Funk-Fernauslöser wie schon in Teil 1 des 'Actionshots selbstgemacht' Tutorials beschrieben nutzen. Der 10-Sekunden-Countdown des Selbstauslösers kann jetzt aus der Entfernung gestartet werden, der Spurt von der Kamera zum Rad entfällt.

So verbleibt genügend Zeit, um die Vorbeifahrt an der Kamera genau zum Ablauf des Timers und dem Start der Serienbildaufnahme (z.B. 3 Bilder pro Sekunde, bis zu 10 Bilder in Serie) zu schaffen. Auslösen, Sender fallen lassen, losfahren - ohne Finger am Auslöser kann man sich zu 100% aufs Fahren konzentrieren. Auch damit gibt's bei genügend Wiederholungen sicher den ein oder anderen guten Treffer.
Vor einem längeren Ausflug, besonders bei bereits häufig benutztem Fernauslöser, sollte man an Ersatzbatterien denken, denn Sender und Empfänger benötigen eine Stromversorgung (Sender: 12V Typ 23A, Receiver: 3V Typ CR2).

Der Funkauslöser nimmt nicht viel mehr Platz als eine Zigarettenschachtel ein, wer zusätzlich mit kleinem, leichtem Stativ oder einem Gorilla-Pod Mount ausgestattet ist, der kann die gesamte Ausrüstung locker im Rucksack mit auf Tour nehmen.
Fazit: wer mit dem manuellen Auslösen während der Fahrt kein Problem hat, für den ist diese Methode des Do-it-Yourself Action Shootings eine interessante Lösung - leicht zu transportieren und schnell aufgebaut.

Was sonst noch ohne Foto Buddy aus Fleisch und Blut möglich ist, erzählen wir euch im nächsten Update.
22.08.2012 © Jojo/FULLFACE
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