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Story: Lago di Garda
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Lago di Garda
Eine Bustour in den Süden - Teil 2
Die Hälfte der Zeit am Lago war rum und auch der Plan 'Weiterfahrt nach Rom' wurde wegen schlechter Wettervorhersage begraben. Stattdessen wollten wir hier noch ein paar sonnige Tage genießen und auf dem Rückweg den Stopp in Österreich nachholen. Saalbach kannte ich bisher nur vom Wintersport und auch Leogang hatten wir noch auf dem Zettel. An einem der nächsten Tage ging es erst einmal zum Bussate Bike Park in Torbole, eine kleine Anlage mit BMX-Bahn und drei kurzen MTB-Rundkursen für unterschiedliche Level, die oberhalb des Ortes am Berghang liegt. Die Strecken waren schnell gefahren, etwas Flow gab es nur auf dem letzten abschüssigen Stück der roten Route. Zum Üben für Fahrtechniken ist die Anlage ganz okay, aber angesichts der Trails in der Region verpasst man auf diesem Cross-Country-Parcours nicht viel.
Oberhalb von Torbole findet man im 'Parco delle Bussate' einen Übungsparcours
Oberhalb von Torbole findet man im 'Parco delle Bussate' einen Übungsparcours
Wie schwer es ist, einsteigertaugliche Bikestrecken zu finden, wurde mir bei einer Tour mit meiner Freundin klar. Eigentlich hatte ich die Strecke oberhalb von Malcesine, von der Mittelstation auf dem Wanderweg an der Westflanke des Monte Baldo entlang bis hinunter nach Navene, als "ziemlich einfach zu Fahren" in Erinnerung. Abgesehen von ein paar gerölligen Stellen, einem Kicker und einer Section mit Spitzkehren, hatte sich bei der vorherigen Befahrung nichts dramatisches eingeprägt... was wohl auf reichlich Federweg zurückzuführen war.

Für Vivi war es auf meinem alten Dirtbike eher eine Tortur als eine Tour - viele felsige Passagen waren für sie leider nicht fahrbar. Nach dem Abenteuer durfte ich dann am nächsten Tag wieder alleine in die Berge, Vivi zog es zum Windsurfen auf den See.
Für den Sonntag, unseren letzten Tag vor der Rückfahrt, hatte ich mir nochmal eine größere Tour vorgenommen. Die Abfahrt vom Monte Altissimo di Nago (2079m) sollte es sein, eine lange, anspruchsvolle Abfahrt auf dem Wanderweg 601 zunächst in Richtung Norden, dann auf Sentiero 6 weiter bergab bis nach Navene. Einziges Problem: mein 18-Kilo-Bike musste erstmal rauf.

Das erste Stück war kein Problem, um 8:45 Uhr ging es mit der Seilbahn hoch zur Bergstation des Monte Baldo (1752m). Zu meinem Erstaunen war ich der einzige Fahrgast in der Gondel, kein anderer Biker weit und breit.
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Auf Sentiero No. 4 von der Mittelstation nach Navene
Auf Sentiero No. 4 von der Mittelstation nach Navene
Der Weg zum Gipfel des Altissimo führte zunächst bergab über eine Sandpiste und einen Single Trail bis zur Bocca di Navene auf 1425 Meter über dem Meeresspiegel - bis hier war es easy. Begleitet vom Pfeifen der Murmeltiere und aufziehenden Wolken begann meine Bergetappe. Und die hatte es in sich.

Über Asphalt ging es zunächst bis zur Riffugio Graziani (1617m), die restlichen 460 Höhenmeter dann nur noch schiebend in endlosen Serpentinen den Schotterweg zum Gipfel bergauf. Drei Stunden nach der Abfahrt in Malcesine war ich endlich oben und der Spaß konnte beginnen.
Über eine Schneewehe schob ich das Bike auf die Wanderroute 601. Verdammt felsige Angelegenheit, die Abfahrt führte lange über ziemlich zerklüftetes Gestein bis runter zum Monte Varanga, wo ein Wiesenpfad für Entspannung in Armen und Beinen sorgte.

Weiter ging es über zahlreiche geröllige Abschnitte in Richtung Busa del Bonet, wo ich beinahe den Abzweig zum Wanderweg Nummer 6 verpasst hätte. Dieser sollte mich schließlich am Berghang entlang zurück nach Süden führen, denn Navene war mein Zielpunkt.
Abfahrt vom Monte Altissimo über Wanderweg 601
Auch diese Abfahrt wandelte sich bald vom breiten Waldweg zu einem schmalen, felsigen Pfad, der sich eng an den steilen Hang schmiegte. Auf diesem Stück traf ich dann auch erstmals auf andere Biker, eine Gruppe Tchechen war unterwegs mit selbem Ziel.

Gut 1,5 Stunden dauerte die Abfahrt inklusive einiger Fotostopps, aber geschlaucht war ich wohl mehr vom vorherigen Anstieg. Immerhin setzte jetzt kühlender Regen ein, der uns für den Rest des Tages nicht mehr los ließ.
Reichlich Regen sollte es dann leider auch in Österreich geben, so dass wir den geplanten Bike Park Stopp wieder verschoben und uns lieber auf die Weiterfahrt zurück in den sonnigeren Norden machten.

Ein Abstecher über Winterberg war noch drin, dort gab es mit dem Giro und dem Continental Track ja zwei taugliche Strecken für uns beide. Danach noch ein paar Mal alleine den Downhill abwärts und am Abend zurück auf die Bahn in Richtung Norden. Die Bike Parks im Alpenland sind beim nächsten Trip fällig.
Lago di Garda - Eine Bustour in den Süden - Teil 1
23.07.2013 © Jojo/FULLFACE
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