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Story: Downhill Racing mit Arie Schindler
Foto: M. Vollmar
Stories
Downhill Racing mit Arie Schindler
Ein Portrait des Vollzeit-Downhillbikers und seine Tipps für Racing Einsteiger
Arie Schindler startet in diesem Jahr in seine siebte Downhill Saison. Wir werden ihm dabei einen Blick über die Schulter werfen, um euch Eindrücke vom Alltag eines Vollzeit-Downhillbikers zu schildern. Gleichzeitig liefert Arie euch wertvolle Tipps rund um die Vorbereitung und Teilnahme an Downhill Rennen, mit Blick aufs Training, Material, Bike Setup, Sponsoring und erforderliche Budgets.

Über Videoaufnahmen im Bikepark Winterberg entstand der Kontakt und wenig später die Idee den 21-jährigen Downhill Racer über eine Saison zu begleiten. Arie kommt aus Großen-Linden bei Gießen und steht schon seit seiner Kindheit mit Fahrrädern in Kontakt, als Sohn eines Fahrradhändlers sicher nichts außergewöhnliches. Seine Familie ist seit Generationen vom Rennvirus befallenen und so startete auch Arie im Alter von 6 Jahren zu seinem ersten Straßenrennen.
Aber damals funkte es noch nicht so recht. Es vergingen ca. 10 Jahre, bevor er wieder im Wettkampfgeschehen tätig war: "Im Prinzip war es nicht ganz alleine meine Entscheidung. Als ich 12 war erkrankte ich an Diabetes Mellitus. Das war natürlich ein Schock. Es dauerte eine Weile bis ich erkannte, dass Sport dabei half den Zucker besser kontrollieren zu können und so fing ich an einfach mit meinem Mountainbike durch die Gegend zu fahren. Irgendwann, auf einer Tour mit einem Schulkamerad, fanden wir einen Singletrail, den ich heute hin und wieder immer noch befahre. Das Fahren auf dieser 'Rennstrecke', wie wir sie damals bezeichneten, machte unglaublich Spaß und so verbrachten wir den gesamten Sommer in diesem Waldgebiet und bauten nach und nach immer mal neue Features in die Strecke ein. Daraus entwickelte sich im Prinzip alles weitere."
Arie in Bischofsmais (2009), Foto: Ingo Kapherr
Arie in Bischofsmais (2009), Foto: Ingo Kapherr
Im nachfolgenden Sommer war ein Giant Faith sein erstes Gravity-Bike, mit dem er die ersten beiden Saisons bestritt. Im dritten Jahr erhielt er einen Platz im Alutech Co-Factory Team. Nach der Saison mit Alutech und einem dritten Platz bei der Junioren Hessenmeisterschaft wechselte er in die Eliteklasse und konnte einen Deal mit Florian Weinzierl von Shocker Distribution landen, der ihm auch die Unterstützung durch Intense Bikes sicherte: "Nach Podiumsplätzen und Siegen bei kleineren Rennen werde ich in 2013 in meine 7te Saison gehen und in diesem Jahr zum ersten Mal nur für den Sport da sein. Das heißt, dieses Jahr soll meine erste Saison als Vollzeit-Downhillbiker werden."

So zumindest der Plan, denn eine Sache lässt sich in der Regel nie ausschließen: das Verletzungspech. Arie kann davon einiges vorweisen, der Katalog reicht von harmlosen Schürfwunden über Prellungen und Quetschungen bis hin zu einer ganzen Liste von Knochenbrüchen. Einige Highlights hier sind unter anderem: Mittelhandbruch, 6-facher Rippenbruch, diverse Bänderrisse und eine Schienbeinfraktur: "Letztere Verletzungen setzen mich momentan außer Gefecht. Bei einem Unfall habe ich mir eine komplexe Verletzung des oberen Sprunggelenks zugezogen, die mich wahrscheinlich 2-3 Monate aus dem Training nehmen wird."

Aries eigentliche Planung für die kommende Saison war es nach Möglichkeit alle Rennen des German Downhill Cup (GDC), Swiss Downhill Cup (SDC) und European Downhill Cup (EDC) zu fahren, sowie an einigen Single Events - wie beispielsweise Willingen oder Tabarz - teilzunehmen.
Die aktuelle Verletzung hat die Planung ziemlich durcheinander gewirbelt: "Ich muss erstmal gesund werden und dann entscheiden, wann es Sinn macht wieder einzusteigen und dann die passenden Rennen auszuwählen. Die Erwartungen an die Saison sind natürlich zerschlagen. Geplant war es genügend Weltcup-Punkte zu erfahren, um im Weltcup starten zu dürfen. Die Verletzung hat die Saisonvorbereitung zu Nichte gemacht, ich hoffe im ersten Drittel der Saison noch Plätze mit IXS-Punkten zu erreichen."

Wie aber sieht, unabhängig von der aktuellen Verletzung, der Alltag eines Vollzeitbikers aus? Arie arbeitet als Azubi in einem Fitnessstudio, hier lässt sich das Training ganz gut mit dem Job verbinden. Nach Feierabend um 16:00 Uhr gibt's erstmal Mittagessen, um danach gestärkt ins Training zu gehen: "Das sieht unter der Woche viel Cardio- und Krafttraining vor, da in der Nähe meines Wohnortes leider keine wirklich brauchbaren DH-Strecken liegen. An den Wochenenden geht es dann in die Parks, um möglichst viel zu fahren. Abends kümmere ich mich um die weniger anstrengenden Sachen, beispielsweise den Papierkram oder die Meldungen für Rennen. Während der Saison bereite ich mich bereits am Mittwoch mit einem speziellem Training auf ein Rennen am Wochenende vor. An den folgenden Tagen wird das Material zurecht gemacht und der Wagen beladen."
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Fotos: Jonas Lichert (Portrait), Ingo Kapherr (Arie in Ilmenau 2010), Steven Kuchta
Fotos: Jonas Lichert (Portrait), Ingo Kapherr (Arie in Ilmenau 2010), Steven Kuchta
Das Wintertraining spielt sich hauptsächlich Indoor ab, Arie arbeitet an der körperlichen Kondition. Je nach Finanzlage geht es auch gerne mal in den Süden, um dort die ersten Abfahrtskilometer des Jahres unter die Räder zu nehmen: "Das ist allerdings vielmehr die Ausnahme als die Regel. Allgemein gilt in meinem Training eher der Versuch alles Low Budget mäßig zu gestalten, da man als Azubi leider nur ein sehr beschränktes Gehalt hat und ich lieber ein paar Euros mehr in gutes Material investiere, als in ein Trainingslager."

Und die Freitzeit? Neben dem Mountainbiken ist Arie ein großer Fan von Motorsport und betreibt seit einigen Jahren Motocross: "Allerdings bleibt immer sehr wenig wirkliche Freizeit bei den ganzen Rädern, ganz gleich ob breite oder schmale Reifen, gefedert oder starr, mit oder ohne Motor... immer ist irgendwas zu reparieren. Wenn Zeit bleibt spiele ich hin und wieder mal Badminton, Billiard oder Bowling. Je nachdem wie viel im Radladen zu tun ist, helfe ich da natürlich auch öfters mal mit."

Downhill Racing Tipps
Nach sechs Saisons in der Rennszene hat Arie schon einiges erlebt und für euch seine Erfahrung aus der Praxis zusammengestellt. Hier kommen Aries Top Five und weitere Tipps:

1) Ersatzmaterial
Prinzipiell gilt zwar wie in jedem Rennsport 'mehr ist mehr', allerdings hat man natürlich nicht immer ein unbegrenztes Budget zu Verfügung. Deshalb gibt es für mich ein paar Teile, die man bei einem Rennen oder Bikepark Besuch immer dabei haben muss. Unangefochten an Position eins steht das Werkzeug. Am besten einfach mal das Bike abchecken und notieren, was man an Werkzeugen haben muss, um die Karre einmal komplett auseinander zu bauen. Um Reparaturen durchführen zu können ist Werkzeug das A und O, dazu später aber noch mehr. Neben dem Werkzeug sollte immer noch ein (Satz) Ersatzreifen den Weg mit antreten, sowie ein Schaltwerk, eine Kette und ein (Satz) Ersatzschläuche. Außerdem ist eine Dämpfer- und Luftpumpe ebenfalls wichtig.

2) Qualität statt Quantität
Ganz gleich ob Werkzeug, Ersatzteile oder das Fahrrad selbst - es lohnt sich in jedem Fall zu Beginn ein paar Euro mehr zu investieren und damit funktionsfähiges Material zu benutzen. Es ist zwar reizvoll gerade zu Beginn sparen zu wollen, aber auf lange Sicht zahlt sich höhere Qualität aus. Deutlich ist zum Beispiel der Tragekomfort von Protektoren. Noch schlimmer ist, wenn ein Materialdefekt die Teilnahme am Rennen verhindert, z.B. weil minderwertiges Werkzeug die Schrauben so abgenutzt hat, dass sich weder etwas vor- oder zurückdrehen lässt.
3) Gewicht sparen
Ich bin der Meinung, dass sich leichte Teile auf der Uhr bemerkbar machen. Diese sind zwar nicht so haltbar, aber bei einem Rennen geht es schließlich nicht darum, wer am längsten ohne Defekt unterwegs ist, sondern wer die schnellste Zeit in den Hang brennt! Die Aussage, dass Light-Weight-Parts nichts aushalten, halte ich persönlich für nicht für richtig - wenn die Technik stimmt, hält auch das Material.

4) Materialcheck und Vorbereitungen
Kontrolliert ALLES vor dem Start. Als ich vor einigen Jahren in Thale die letzten Vorbereitungen für meinen Start traf, trottete ein Juniorenfahrer an meinem Bus vorbei und sagte zu seinen Eltern: "Man ey, ich hab gar nichts gesehen, die Brille war voll verschlammt!" So etwas sollte einem Rennfahrer eigentlich nicht passieren, das ausgiebige Checken des Materials vor dem Start ist Pflicht. Dazu gehört auch das Putzen. Als erstes wird die Karre gewaschen, dann werden Antrieb und Bremsen kontrolliert. Je nach Aufwand, den man betreiben möchte, wird das Fahrwerk und der Luftdruck auch nochmal kontrolliert. Wenn das Bike Ready-to-Race ist, geht's an die Klamotten. Im Rennlauf selbst fahre ich persönlich sehr gerne ein einzelnes Tear-Off, selbst wenn es trocken ist. Damit ist man auf der sicheren Seite, denn es kann immer etwas passieren, was die Sicht beeinträchtigt. Natürlich ist es Pflicht das Fahrrad in einem bestmöglichen Zustand auf das Rennen zu bringen - sprich schon daheim die nötigen Vorbereitungen zu treffen und alles schonmal durchgesehen zu haben.

5) Checkliste
Vergesst nichts daheim - so blöd wie es klingt, ich habe schonmal Vater und Sohn auf einem Rennen gesehen, die das Bike zuhause vergessen haben. Ich habe mir eine Checkliste gemacht. Am Tag bevor ich losfahre trage ich mein gesamtes Material zusammen und geh die Checkliste durch, so kann ich sicher sein immer alles dabei zu haben. Wichtig ist immer, dass man sich im Vorfeld Gedanken macht, was man alles braucht. Ich bin selbst mal in Italien im Trainingslager gewesen und habe zwar an Essen und Getränke gedacht, selbst die Kochplatte war dabei, aber mein Besteck lag noch daheim in der Schublade.
Foto: Jonas Lichert
Foto: Jonas Lichert
Prinzipiell braucht man keine Vollaustattung, um auf einem Rennen konkurrenzfähig zu sein. Die meisten der Bikes, die man heute sieht, geben sich nicht viel. Von daher kommt es hauptsächlich auf die persönliche Vorbereitung an. Beachtet man die oben genannten Regeln ist man materialtechnisch auf der sicheren Seite.

Unterkunft und Verpflegung
Auf einem Rennen finde ich persönlich den Schlafplatz mit am wichtigsten. In einem kalten, nassen Zelt kann man sich nicht gut erholen. Die Buchung einer Pension ist zwar ein Kostenfaktor, aber einer der sich lohnt. Ebenfalls sollte man am Essen nicht sparen und an den Abenden vor den Rennen auf Alkoholgenuss verzichten.

Support
Wenn ich auf wichtigen Rennen bin, beispielsweise der DM oder EDC-Läufen, habe ich gerne meinen Vater dabei. Der kümmert sich um mein Material und sonstige Dinge drum herum, so dass ich mich hauptsächlich auf das Rennen konzentrieren kann. Wenn man keinen Helfer dabei hat ist Disziplin wichtig. Ich muss noch was am Bike machen? Dann jetzt! Später kann ich ruhig ein wenig chillen und auf den Start warten.

Reparaturen
Bei Defekten hängt es eigentlich davon ab, was genau kaputt ist. Bei einem Platten benutze ich meistens ein neues Laufrad, um keine Trainingszeit zu verschwenden. Über die Jahre hab ich mein Budget soweit aufgestockt, dass ich ein ganzes Rad in Ersatzteilen im Auto habe und zusätzlich noch einige Sätze Reifen, um schnell reagieren zu können. Auf Rennen verändere ich tendenziell sehr oft mein Material, um zu sehen was besser läuft. Auch aus diesem Grund ist immer sehr viel Material von Nöten. Um auf einer Veranstaltung schnell reagieren zu können sollte man zum Training daheim sein Bike in Ruhe zerlegen und zusammenbauen. Bei mir ist es so, dass ich mein Intense M9 innerhalb von 3 Stunden komplett zerlegen, servicen und wieder zusammensetzen kann.
Fahrwerkabstimmung
Das Thema Fahrwerk ist meiner Meinung nach ein sehr heikles. Jeder Fahrer bevorzugt etwas anderes und fährt auch einen eigenen Stil. Als Einsteiger ist es unglaublich schwer ein passendes Setup zu finden, weil man anfangs gar nicht weis, wie sich ein gutes Fahrwerk anfühlen muss. Ich habe mir ein Liste gemacht, wo ich welches Setup gefahren bin und welche Bedingungen herrschten. Auf dieser Liste findet sich die Federhärte des Dämpfers, Luftdruck der Reifen, Reifentyp, Luftdruck der Gabel sowie Druck- und Zugstufen-Einstellung. Basierend auf diesen Daten kann ich auf gänzlich neuen Strecken schnell ein gutes Grundsetup finden und dieses dann im Laufe des Trainings optimieren. Für ein grobes Grundsetup empfehle ich entweder die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Piloten oder das dauerhafte herumspielen bis man was gefunden hat, was die schnellste Zeit bringt. Dazu ist allerdings eine Stoppuhr notwenig. Bitte beachten: Manchmal ist das schnellste Setup nicht unbedingt das, welches sich am besten anfühlt!

Fitness
Das Thema Fitness ist meiner Meinung nach das wichtigste überhaupt. Ein trainierter Fahrer verletzt sich nicht seltener, bringt bessere Zeiten den Hang herunter und sieht beim Fahren besser aus. Das Ganze beginnt mit einer guten Grundlagenausdauer, führt über eine Kraftausdauer und anaerobe Ausdauer zur Maximalkraft. Ich bin der Meinung, dass ein guter Downhillfahrer nicht nur Downhill fährt, sondern auch im Fitnessstudio anzutreffen ist. Am einfachsten ist es sich in einem Fitnessstudio eine gute Einweisung geben zu lassen. Erklärt den Trainern einfach was ihr macht und was ihr gerne erreichen wollt. Die Leute sollten dann in der Lage sein euch einen guten Trainingsplan zu schreiben. Als Grundregel sollte bei einem Hobby-Fahrer ca. 25% der Gesamt-Trainingsdauer auf die Fitness gehen, also Krafttraining und Ausdauertraining. Bei einem ambitionierten Rennfahrer sogar bis zu 75%.
Foto: Michael Klasen
Foto: Michael Klasen
Fahrtechnik
Der Rest des Trainings sollte für die Technik benutzt werden. Es gilt: Nutze den Moment! Egal wie schlecht die Strecke eurer Meinung nach ist - nur wer übt macht Fortschritte. Schaut euch an welche Linien es gibt und welche lohnenswert ist. Man muss nicht immer die krasseste Linie nehmen, um gut zu fahren. Manchmal ist die sichere Linie die bessere Wahl, wenn man die Zeit im Hinterkopf hat. Ein Sturz kostet mehr Zeit, als eine Sekunde wegen einer nicht ganz so schnellen, dafür aber sicheren Linie liegen zu lassen. Im Training selbst finde ich es immer ganz cool mit einem fast gleich schnellen, im optimalen Fall leicht schnellerem Fahrer unterwegs zu sein. Man kann sich so immer gut an die schnellere Pace anpassen und auch mal nach Tipps fragen. Achtet nur darauf, dass ihr euch nicht heillos überschätzt! Wenn ihr noch niemals einen Double oder ein Road Gap gesprungen seid, führt euch das kopflose Verfolgen eines besseren Fahrers über kurz oder lang ziemlich sicher ins Krankenhaus. Gerade als Einsteiger würde ich immer erstmal ne sichere Kugel schieben, anstatt Verletzungen zu riskieren. Also erstmal sicheres Springen und Landen üben, als in der Luft zu stylen.

Sponsoring
Die Sponsorensuche ist immer wieder ein großen Thema, dabei macht es nicht unbedingt Sinn sich auf Teufel komm raus ein Sponsoring zu sichern. 90% der sogenannten CO-Sponsorings sind mehr oder weniger nur eine Verkaufsmasche der Anbieter. Die Teile sind natürlich reduziert und entlasten das Budget, aber ein Sponsoring beruht immer auch auf Gegenleistungen. Wie man es dreht und wendet wird man immer Vor- und Nachteile finden. Es bedarf halt immer ein wenig Fingerspitzengefühl herauszufinden, wann ein solches Sponsoring sinnvoll ist. Da gibt es meiner Meinung nach keine Grundregel wann man ein solches Paket in Anspruch nehmen sollte und wann nicht. Ich für meinen Teil bin sehr glücklich auch in 2013 wieder mit der Firma Shocker Distribution zusammen zu arbeiten und wieder auf Intense-Bikes unterwegs zu sein. Zusätzlich bekomme ich die meisten Teile auch über unseren Radladen 'Schindler Radsport' günstiger.
Deshalb machen die ganzen Co-Sponsoring Angebote auf dem Markt für mich keinen Sinn, da ich für die gleiche Leistung noch Logos auf Trikots drucken müsste. Leider ist die wirtschaftliche Situation in der deutschen Downhill-Branche im Moment so, dass kaum Full-Sponsorings vergeben werden. Das bedeutet im Klartext, dass bei gleichbleibender Lage kaum neue Full-Pros nachkommen werden. Auf lange Sicht gesehen ist das natürlich keine rosige Aussicht und es sieht nicht so aus, als würde sich in unserem Sport in absehbarer Zeit eine Wende vollziehen.

Budgets
Für ein Rennwochenende mit allem Drum und Dran rechne ich mit gut 350 bis 450 EUR, je nachdem wo es hingeht. Darin sind Startgeld, Spritgeld, Hotelkosten und Spesen sowie eventuelle zusätzliche Kosten enthalten. Ein berühmter Rallye-Pilot hat vor vielen Jahren mal gesagt: "Wenn ich keine Kohle für ne Bratwurst hab, dann kann ich auch daheim bleiben und Karten spielen". Ich finde da ist viel Wahres dran. Wenn ich beim Rennenfahren irgendwas nicht machen kann, weil ich Angst hab, dass mir das Geld am Ende nicht mehr reicht, dann bin ich auf einem Rennen definitiv falsch. Wie schon öfters gesagt, geht es auf einem Rennen ums schnelle Fahren und nicht darum das Rad ganz zu lassen. Wo gehobelt wird fallen Späne, das ist bei einem Downhill Cup nicht anders. Deshalb ist es wichtig auf Events ein gewissen Kostenairbag zu haben.


Im Saisonverlauf werden wir über Aries Rennerlebnisse berichten. Mehr über Arie erfahrt ihr schon jetzt auf seiner Facebook Page, ein Video aus Willingen könnt ihr auf MTB-News sehen.
01.03.2013 © Arie Schindler, Ingo Kapherr, Jonas Lichert, M. Vollmar, Michael Klasen, Steven Kuchta
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